Kennst du das? Du gehst durch die Natur, die ersten kleinen Blumen blühen, die Sonne scheint und es liegt ein Hauch von Neuanfang in der Luft. An Ostern durfte ich bei zwei Abendspaziergängen (Ostersonntag und Ostermontag) genau das erleben und ich bin einfach dankbar dafür. Im Übrigen finde ich die Ostergeschichte echt passend, denn für die Natur ist es ein Neuanfang oder so eine Art Auferstehung.
Efeu und Blaustern am Durchblick
Am Ostersonntag traf ich mich bei Schloss Blutenburg mit Freunden und ging danach über den Durchblick zum Schloss Nymphenburg. Am Himmel lag eine leicht geschlossene Wolkendecke, dadurch hatte ich ein weiches, diffuses Licht, das leicht golden war. Am Boden blühten mehrere Blausterne, die sich mit Efeu abwechselten.
Zwischen ihnen hatte ich direkt meine ersten Bildideen. Die Bilder oben und unten sind etwas zeitversetzt an derselben Stelle entstanden. Auf dem oberen Bild ist auch das Efeublatt leicht zu erkennen.
Im unteren Bild habe ich den Spieß umgedreht: Die unscharfen Blausterne hinter dem Efeublatt erscheinen nur als farbige Punkte, bringen aber Leben ins Bild und bilden einen schönen Kontrast zum Grün des Efeus. Das ist Frühling – wieder mehr Farbe, und die Kreativität ist auf einem anderen Level.
Geschichte des Durchblick
Früher gab es eine Sichtachse zwischen Schloss Blutenburg und Schloss Nymphenburg. Diese ist heute durch die Eisenbahnlinie München Landshut (beziehungsweise auch München Nürnberg) und eine Siedlung verdeckt. (Hierzu gibt es in späteren Beiträgen noch mehr.)
Der Durchblick ist heute ein Park, der sich vom Schloss Blutenburg bis zur Paul Gerhardt Allee erstreckt. Am Weg befinden sich efeuumrankte Bäume und im Sommer mehrere blühende Blumenwiesen.
Unter einer Bahnunterführung gelangt man dann auf den Rad und Fußweg „An der Schlossmauer“. Hier befindet sich auch eine Wiese, auf der Hunde sich austoben können.
Über den Osteingang bin ich schließlich in den Nymphenburger Schlosspark gekommen.
Am Schwanensee
Im Schlosspark angekommen verfinsterte sich der Himmel etwas, plötzlich hatte die Stimmung etwas Mystisches. Das Sonnenlicht spiegelte sich golden auf dem Badenburgsee und da saß er – der Schwan.
Für mich sind Schwäne ein Sinnbild für das höfische Leben und ein Muss in jedem Schlosspark. Bei der Stimmung und dem goldenen Licht am See kam mir die Melodie von „Schwanensee“ in den Kopf. Wobei es sich dabei nicht um einen Höckerschwan, sondern um einen Singschwan handelt. Singschwäne leben in Skandinavien, überwintern aber auch am Bodensee.
Mit diesem Bild war mein Spaziergang auch schon zu Ende und ich freute mich schon auf den nächsten Tag.
Im Garten meines Freundes
Am Ostermontag war ich am Nachmittag bei Freunden zum österlichen Angrillen in Germering eingeladen. Mein Freund hat einen sehr schönen Garten und als ich auf die Terrasse trat, sah ich ein Meer aus Traubenhyazinthen und Bärlauchblättern. Da hatte ich direkt meine erste Bildidee.
Nach mehreren Versuchen mit dem beim Aufräumen wiedergefundenen Makroobjektiv habe ich eine Bildkomposition gefunden, die mir am besten gefällt.
Die Traubenhyazinthe wird von zwei Bärlauchblättern gehalten und von ihren „Geschwistern“ im Hintergrund freigestellt. Nach einem schönen Grillnachmittag ging es noch zu einem Waldspaziergang.
Leuchtendes Grün
Es war bereits die goldene Stunde angebrochen und ich streifte schon eine ganze Weile durch den Wald, der sich zwischen Harthaus und Freiham befindet. Die Sonnenstrahlen schienen durch die Bäume und das noch junge Grün an den Bäumen begann zu leuchten, wie man beim ersten Bild auch am schönen Bokeh sieht.
Das untere Bild habe ich im Gegenlicht aufgenommen und der Hintergrund war schon etwas dunkler, aber auch hier merkt man das Wachstum der Knospen.
Nachdem ich diese Bilder im Kasten hatte, ging ich auch schon Richtung Freiham, wo mich dann noch ein schöner Sonnenuntergang erwartete.
Sonnenuntergang in Freiham
Wo vor 10 bis 20 Jahren noch Felder und Wiesen vom Gut Freiham waren, steht heute ein ganzes Viertel. Ich war kurz vor dem S-Bahnhof Freiham und hatte schon aufgegeben, dass bei dem wolkenlosen Himmel noch ein ordentlicher Sonnenuntergang zustande kommt.
An der Straße vor dem Bahnhof hatte ich das Geothermie Heizwerk vor Augen. Es gab doch noch ein wenig Wolken und das Licht spiegelte sich auch in den Fenstern des Gebäudes.
Es war schon fast blaue Stunde, schon etwas dunkler, und ich hatte Angst, dass mir das Bild verwackelt. Ich stellte meine Kamera so ein, dass ich aus der Hand fotografieren konnte, und habe eine wunderbare Stimmung festgehalten.
Nun sind wir am Ende des Beitrages angelangt. Im nächsten Beitrag „Licht, Schatten und Fahrräder“ erzähle ich euch mehr über meine Fotografie in der Stadt.
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