Licht, Schatten und Fahrräder

Veröffentlicht am 26. April 2026 um 18:00

Es gibt Fotografen, die sind thematisch festgelegt. Sie fotografieren zu einer gewissen Tageszeit, manche fotografieren nur Blumen, andere nur Tiere und dann gibt es noch Fotografen, die nur scharfe Bilder machen. Ich persönlich fotografiere gerne in der Stadt und in der Natur, wobei ich mich nicht auf Tageszeiten oder besondere Schärfe festlege. Fotografie ist etwas Kreatives. Zum einen kann ich Schärfe, zum anderen aber auch Licht und Schatten bewusst als kreatives Stilmittel einsetzen.

Fahrräder

Wie man beim oberen Bild sieht, liegt mein Hauptfokus auf dem Fahrrad und das Pärchen ist etwas unscharf zu erkennen. Auch die leichten Konturen der Münchner Residenz sind zu sehen, das gibt dem Bild etwas Interessantes. Dieses Bild wurde an einem grauen Dezembermorgen im Hofgarten der Residenz aufgenommen, ich hatte also diffuses Licht. Deshalb wollte ich auch etwas Farbe ins Bild bringen, daher das blaue Fahrrad.

Fahrräder sind in der Stadt oft ein sehr schönes Motiv und man kann viel damit machen. Am liebsten sind mir dabei ältere Fahrräder wie hier, und der kaputte Lenker erzählt für mich eine Geschichte. Was hat das Fahrrad wohl gemeinsam mit seinem Besitzer erlebt?

Schwarz Weiß

Wenn ich in der Stadt fotografiere, fotografiere ich sehr gerne in Schwarz Weiß, da liegt der Blick stärker auf dem Motiv und wird nicht von Farben abgelenkt.

Auch Schatten, wie beim unteren Bild, kommen dann besser zur Geltung. Vor allem kann man so auch ein Selfie mit der Kamera machen, wie man im unteren Bild sieht.

Licht und Schatten bewusst einsetzen

Wenn man so wie ich draußen fotografiert, hat man nur eine Lichtquelle, und zwar die Sonne. Ich gehe oft durch die Straßen, wie im unteren Bild durch die Schwanthaler Höhe, und schaue, wie das Licht fällt. Als das Bild entstand, stand die Sonne schon ziemlich tief und mir ist der Schatten des Fahrradkorbs, der größer als der eigentliche Korb ist, sofort ins Auge gefallen.

Ich habe dann auch gleich die tief stehende Sonne für einen Blendenstern genutzt, um einen interessanten Nebeneffekt zu erzeugen.

In der Nacht

Es kommt selten vor, aber ab und zu fotografiere ich gerne bei Nacht. Dabei haben es mir Langzeitbelichtungen besonders angetan. Das Bild entstand auf einer Feierabendrunde in Großhadern und mein Hauptmotiv sind die Fahrräder. Durch die lange Belichtungszeit entstehen diese Lichtlinien und man könnte meinen, das leicht verschwommene Auto befindet sich im Bus.

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, warum Menschen auf ganz alten Bildern so ernst schauen? Das liegt daran, dass man früher sehr lange Belichtungszeiten hatte und sich in dieser Zeit nicht bewegen durfte. Wenn man sich nämlich bei langen Belichtungszeiten bewegt, entsteht Bewegungsunschärfe oder man verschwindet sogar aus dem Bild. Heutzutage ist die Technik so weit, dass man mit kurzen Belichtungszeiten Bewegungen einfrieren kann und lange Belichtungszeiten gezielt als Stilmittel einsetzt.

Zum Schluss noch etwas zum Blog

Jetzt sind wir auch schon am Ende des Beitrags angekommen. Wenn du es noch nicht getan hast, dann schau gern bei „Über mich“ vorbei. In der Rubrik Natur findest du außerdem meinen Beitrag über meine zwei Abendspaziergänge zu Ostern.

Ansonsten erscheinen jeden zweiten Sonntag neue Beiträge, wobei sich Stadt und Natur abwechseln. Im nächsten Naturbeitrag geht es um Schlechtwetterfotografie.

Folge mir gerne auf martinsfotoreise bei Instagram oder schreibe mir eine Mail an: mtscherrny@gemail.com, um rechtzeitig über neue Beiträge informiert zu werden.


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.

Erstelle deine eigene Website mit Webador